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Spiritueller Lifestyle
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19.4.2024

Die Arena des Selbst: Ein Stierkampf zwischen Mangel und Fülle

Es zählt nicht, was wir besitzen, sondern wie wir leben und wertschätzen. Wir entfliehen in diesem Artikel dem Kampf in der "Arena des Selbst" mit 5 No-Gos und entdecken 5 Wege in den Schöpfer*innen-Modus!
Elena

Auf einer weitläufigen, saftig grünen Wiese, wo der Duft von frisch geschnittenem Gras in der Luft liegt, bunte Blumen blühen und die Sonne sanft die Erde wärmt, lebt ein besonderer Stier. Dieser Stier, nennen wir ihn Gustav, genießt die Ruhe und Schönheit seiner wunderschönen Umgebung – ganz im Einklang mit seiner Natur.

Gustav, wie es für einen Taurus typisch ist, hat ein Auge für die schönen Dinge des Lebens. Sein Fell glänzt in der Sonne wie poliertes Gold, und sein ruhiger, bedächtiger Blick verliert sich oft in der Pracht des Lebens. Doch Gustav hat eine kleine Schwäche: Er liebt es, sich mit allem Schönen und Kostbaren zu umgeben, manchmal ein wenig zu sehr.

Das Dilemma des materiellen Wohlstands

Eines Tages, während Gustav gemächlich durch die Wiese schlendert, merkt er, wie seine Gedanken immer öfter um die Dinge kreisen, die er besitzt. Er denkt an seine Sammlung glänzender Steine, die er über die Jahre hinweg zusammengetragen hat, und wie jeder Stein für ihn ein Stück Sicherheit und Wohlstand darstellt.

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Gustav, unser vierbeiniger Protagonist mit einem Herz so groß wie seine Neigung zu den schönen Dingen im Leben, fühlt sich nicht mehr so erfüllt von diesen Schätzen wie einst. Anfangs war es die reine Schönheit und Einzigartigkeit jedes Steins, die ihn faszinierte. Doch mit der Zeit begann er, seinen eigenen Wert anhand dieser materiellen Besitztümer zu messen. Er sammelte immer mehr, nicht weil er sie wirklich brauchte, sondern weil sie ein sichtbares Zeichen seines Erfolgs waren. Und so wurde diese wunderschöne Wiese immer mehr zu einer Arena, deren Wände er sich selbst mit seinen Steinen aufgetürmt hat – jeder einzelne ein Symbol für materiellen Erfolg und äußeren Wohlstand.

Er war gefangen in einem Dilemma zwischen dem Anhäufen von materiellen Gütern und der Sehnsucht nach wahrer Schönheit und Bedeutung im Leben. Gustav wurde immer trauriger und wütender und kämpfte in der Arena des Selbst seinen ganz eigenen inneren Stierkampf zwischen Mangel und Fülle.

Die Arena des eigenen Geistes

In der Arena seines eigenen Geistes, steht Gustav nun seinem mächtigsten Gegner gegenüber – dem Schatten-Stier, der die überwältigenden Herausforderungen und den inneren Mangel symbolisiert. Der Kampf, der folgt, ist intensiv und fordert Gustav auf vielfache Weise heraus. Jeder Schlag, den er von diesem Stier einsteckt, erinnert ihn an seine eigenen Unsicherheiten und Ängste.

Eines Tages fällt Gustav vor lauter Erschöpfung aus dem ständigen Kämpfen gegen den Schatten, den seine selbst gebaute Steinmauer wirft, erschöpft um. Er kann nicht mehr und will auch nicht mehr. Es ist nicht nur der Mangel an materiellen Gütern, der Gustav bedrückt, sondern auch ein tieferer Mangel an Selbstvertrauen, Kreativität und einem klaren Lebenszweck. “Das Leben sollte doch schön sein!", " Ich will es genießen!”, denkt er sich. Gustav weint bitterliche Tränen, die sich durch seine Mauer aus Steinen stauen. Bis sich im Gras erst eine Pfütze bildet, die schließlich zu einem großen Teich wird. Während Gustav erschöpft im Gras zur Ruhe kommt, erscheint der Teich aus Tränen ruhig und klar.

Als er wieder aufwacht, sieht er sein Spiegelbild im Wasser und plötzlich erkennt er, wie schwer und belastend dieser Kampf mit dem Schatten für ihn geworden ist. Er erkennt, dass die wahre Stärke nicht in der Unterwerfung seiner eigenen Schatten liegt, sondern in der Akzeptanz und Integration von ihnen. Diese Erkenntnis führt zu einem inneren Wandel, der die Richtung dieses Kampfes grundlegend verändert.

Schluss mit dem Kampf!

Anstatt weiterhin gegen den schattigen Stier anzukämpfen, sucht und findet Gustav einen anderen Weg. Er beginnt, den Schatten-Stier nicht mehr als Feind, sondern als einen Teil von sich selbst zu sehen und erkennt, dass wahre Stärke nicht darin besteht, den Stier zu besiegen oder zu dominieren, sondern darin, Verständnis und Harmonie mit seinen inneren Kämpfen zu finden. In ihm wächst die Einsicht, dass es nicht um den Kampf gegen äußere Feinde geht, sondern um den inneren Frieden und die Akzeptanz seiner selbst.

In diesem Moment kommt ihm eine weitere Erkenntnis: Echte Schönheit und wahrer Wert kommen nicht von dem, was man besitzt, sondern von dem, was man ist und wie man das Leben erlebt. Er erinnert sich daran, dass er, obwohl er ein Erdzeichen ist und eine tiefe Verbindung zur materiellen Welt hat, nicht im Mangel, sondern im Schöpfer*innenmodus leben sollte.

Er ist nicht länger der Stierkämpfer, der gegen seinen eigenen Schatten kämpft, sondern ein Schöpfer seiner eigenen Realität. Entschlossen, diesen neuen Weg zu beschreiten, beginnt Gustav, von den Kämpfen abzulassen und sich von vielen seiner Steine zu trennen. Er behält nur die, die eine besondere Geschichte oder Bedeutung für ihn haben. Er lernt, seine Sammelleidenschaft in eine Quelle von Energie zu verwandeln, indem er nicht mehr nur hortet, sondern die Mauern einreißt, sich selbst und andere schätzt und teilt.

Gustav entdeckt wieder die Freude daran, die Schönheit in einfachen Dingen zu sehen – im Tau auf den Blättern am Morgen, im Gesang der Vögel oder in der Wärme der Sonnenstrahlen. Er erkennt, dass wahre Zufriedenheit und ein Gefühl des Überflusses aus einem reichen inneren Leben stammen.

Gustavs Geschichte lehrt uns hier eine wichtige Lektion über die Taurus Season und das Leben selbst. Es geht nicht darum, was wir besitzen, sondern darum, wie wir unser Leben gestalten und die Welt um uns herum wertschätzen. Indem wir lernen, im Moment zu leben und die natürliche Schönheit, die uns umgibt, zu schätzen, können wir einen tieferen, bedeutungsvollen Weg des Glücks und der Zufriedenheit beschreiten.

Damit du nicht wie Gustav in der “Arena des Selbst” einen verzweifelten Stierkampf kämpfst, haben wir dir hier 5 No Gos und 5 Wege heraus aufgelistet, die du in der Taurus Season vermeiden oder nutzen kannst. Bye Bye Mangel! Hallo Schöpfer*innen Modus!

1. Die "Vergleichsfalle" vermeiden
Tritt nicht in die Falle des ständigen Vergleichs, besonders nicht auf Social Media. Denk daran, dass hinter den glänzenden Bildern oft eine ganze Menge Bearbeitung und Inszenierung steckt. Konzentriere dich stattdessen darauf, dein eigenes Leben zu feiern und zu genießen, ohne dich von den Illusionen anderer beeinflussen zu lassen.

Call to Action:

  • Entfolge allen Accounts, die negative Gefühle auslösen oder einen Vergleich provozieren.
  • Verbringe bewusst Zeit offline, z.B. mit dem Lesen eines inspirierenden Buches, das deine Perspektive erweitert und dich ermutigt, deine Einzigartigkeit zu schätzen.

2. Die "Gras ist immer grüner"-Mentalität umgehen
Wenn du immer denkst, dass das Gras auf der anderen Seite des Zauns grüner ist, wirst du nie die Schönheit deiner eigenen Blumenwiese genießen. Pflege deine eigenen Blumen und erfreue dich an ihrer Einzigartigkeit, statt ständig nach dem vermeintlich besseren Ausschau zu halten.

Call to Action:

  • Schreibe eine Liste mit den Nachteilen und Problemen, die mit dem Streben nach dem vermeintlich "grüneren Gras" einhergehen. Notiere, wie sich diese Gedanken und Vergleiche auf dein Wohlbefinden auswirken.
  • Lebe bewusster im Hier und Jetzt: Meditation, Atemübungen oder einfache Achtsamkeitsübungen können dabei helfen, negative Gedankenmuster zu durchbrechen und dich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist.

Special Tipp: Wir haben hier auch einen Artikel zum Thema Innere Fülle und wie man diese aktivieren kann.

3. Die "Instant Gratification"- Sümpfe
Es ist verlockend, nach sofortiger Befriedigung zu streben, sei es beim Shopping, Essen oder anderen Vergnügungen. Doch echte Erfüllung kommt oft durch Geduld, Ausdauer und das schrittweise Erreichen unserer Ziele. Genieße den Weg und freu dich über eine Bank am Wegesrand, auf der steht: “Ruh dich aus und feiere die kleinen Siege zwischendurch”.

Call to Action:

  • Bevor du etwas kaufst oder isst, frage dich, ob es wirklich eine langfristige Befriedigung bietet oder nur kurzfristige Befriedigung verspricht.
  • 30-Tage-Wartezeit: Bevor du einen größeren Kauf tätigst, setze dir eine 30-tägige Wartezeit. Notiere während dieser Zeit, warum du den Kauf tätigen möchtest und reflektiere über seine langfristigen Auswirkungen auf dein Leben.

4. Die "Ich-habe-nicht-genug"- Neigung
Statt dich auf das zu konzentrieren, was dir fehlt, lenke deine Aufmerksamkeit auf das, was du bereits hast und schätze es. Ob es liebevolle Beziehungen, schöne Erinnerungen oder die kleinen Alltagsfreuden sind, es gibt immer etwas, wofür du dankbar sein kannst. Wofür bist du gerade in diesem Moment dankbar?

Call to Action:

  • Engagiere dich in freiwilliger Arbeit oder spende an Bedürftige. Das hilft dir, deine Perspektive zu erweitern und Dankbarkeit für das zu entwickeln, was du hast, während du anderen in Not hilfst.
  • Schreibe einen Liebesbrief an dich selbst, in dem du deine eigenen Stärken, Errungenschaften und die Dinge, die du an dir wertschätzt, hervorhebst. Lies diesen Brief regelmäßig, um dich selbst daran zu erinnern, wie toll und wertvoll du bist.

5. Die "Zukunftsängste"- Abzweigung
Es ist einfach, sich Sorgen um die Zukunft zu machen und von Ängsten vor Mangel überwältigt zu werden. Doch oft sind diese Ängste unbegründet und stehlen uns nur die Freude am Hier und Jetzt oder katapultieren uns direkt in die Stierkampf Arena. Konzentriere dich also lieber darauf, im Moment zu leben und die Schönheit des Augenblicks zu genießen, anstatt dir ständig Gedanken über das, was kommen könnte, zu machen.

Call to Action:

  • Tune into your Body: Nimm dir bewusst Zeit, um dich mit deinem Körper zu verbinden. Achte darauf, wie er sich in verschiedenen Situationen anfühlt, und erkenne die Signale, die er dir sendet. Das Bewusstsein für deinen Körper verankert dich im Hier und Jetzt.
  • Atmen, Atmen, Atmen: Konzentriere dich bewusst auf deinen Atem. Spüre, wie sich dein Atem in deinem Körper bewegt, und nutze ihn als Anker, um dich im gegenwärtigen Moment zu halten.

Genauso wie Gustav auf seiner grünen Wiese kannst auch du lernen, den Fluss des Lebens zu genießen, nicht als Horter*in von materiellen Dingen, sondern als Schöpfer*in von kostbaren Erlebnissen und Erinnerungen, die reichhaltig, befreiend und wahrhaftig herzerfüllend sind. Berichte uns gern in den Kommentaren, wie es für dich läuft. Wir freuen uns immer darüber!

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