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Spiritueller Lifestyle
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07.8.2022

Kinderwunsch

Was tun wenn`s nicht klappt?
Phi

Traurig, enttäuscht und wütend zugleich blicke ich auf den Test – schon wieder nicht schwanger. Auch nicht bei genauerem Betrachten und gegen das Licht halten, es ist und bleibt nur ein einziger Strich zu sehen. Dabei war ich mir dieses Mal so sicher, dass es geklappt hat. Resigniert verlasse ich das Badezimmer, in meiner Tasche vibriert das Handy. „Lasst mich doch alle in Ruhe“, denke ich. Im Treppenflur stolpere ich mal wieder über das Bobby Car der Nachbarkinder. Jetzt reicht´s! Sturm klingelnd motze ich die Nachbarin an, die mir – wie könnte es auch anders sein – im Brei verschmiertem T-Shirt die Tür öffnet: „Räum das Kinderzeug im Hausflur weg oder ich beschwere mich bei der Hausverwaltung!“. Irritiert schaut sie mich an und nickt langsam. Von drinnen ertönt Babygeschrei. Ich stürme los, renne die Treppen nach unten und fahre zur Arbeit. Auf dem Weg schaue ich stur geradeaus, denn sobald ich den Kopf drehe, sehe ich nur Schwangere oder Mütter mit Kindern. Ich schlage mit der Faust auf das Lenkrad: „WARUM?? Warum klappt es ausgerechnet bei mir nicht?“

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Wenn in einer Frau der Kinderwunsch erwacht, gleicht dies einem ausbrechenden Vulkan. Nobody can stop me! Umso größer die Verzweiflung, wenn es – mitunter jahrelang - einfach nicht klappen will, die Reise lang und beschwerlich ist. Angefangen von den natürlichen Versuchen bis hin zur Kinderwunschbehandlung, den Erfahrungen von Fehlgeburt*en, die immerwährende Berg- und Talfahrt der Gefühle: Hoffnung, Enttäuschung, Versagensängste, Monat für Monat. Nicht zu vergessen die vielen äußeren Einflüsse: Ärztliche Untersuchungen, gutgemeinte Ratschläge von Familie und Freunden, andere Frauen um uns, die schwanger werden und Kinder bekommen. Dies alles zehrt, kostet enorme Energie und Kraft.

Was können wir in dieser aufwühlenden Zeit für uns und unseren Seelenfrieden tun?
Eine wertvolle Hilfe, um bei sich bleiben zu können, sind tägliche Selbstfürsorge-Routinen, „Mothering the mother“, das Sich-Nähren auf allen Ebenen – Körper, Geist und Seele – um dann genug Energie für die Versorgung des Babys zu haben. Denn: Stress ist beim Kinderwunsch de facto kontraproduktiv, der Cocktail aus Cortisol, Adrenalin, Dopamin und abnehmendem Serotonin wirkt sich negativ auf die Fruchtbarkeit aus und verringert damit die Chancen, schwanger zu werden.

Auf der geistigen Ebene dürfen wir unsere Zeit aktiv nutzen, um eventuell bestehende gedankliche Blockaden, die uns an der Verwirklichung unseres Kinderwunsches hindern, aufzuspüren und loszulassen. Warum?

''Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.''
– Buddha –

Wir alle denken täglich eine Menge, davon jedoch vieles unbewusst. Aufgrund dieser Gedanken agieren wir, ferngesteuert von einem uns unbekannten Programm, das aus dem Back Office die Fäden zieht. Es lohnt sich, hier Detektiv zu spielen und Forschungsarbeit zu betreiben. Ein paar Beispiele solcher Blockaden sind folgende Ängste:

  • Wir fühlen uns nicht geeignet, uns fortzupflanzen und unser Erbgut weiterzugeben, wir tragen die Angst in uns, wertlos zu sein.
  • Wir betrachten uns als zu alt, um schwanger werden zu können.
  • Wir haben Angst, unsere Freiheit zu verlieren. Daraus können sich Glaubenssätze bilden, wie „Mit Kindern ist das eigene Leben zu Ende, da man fortan immer hintenanstehen muss.“ oder „ Mit Kind ist meine eigene Karriere vorbei. Ich bin dann finanziell abhängig.“
  • Wir haben Zweifel, der Mutterrolle und der daraus resultierenden Verantwortung gewachsen zu sein, woraus Glaubenssätze erwachsen, wie „Ich werde keine gute Mutter.“ oder „Wir werden keine guten Eltern, schließlich bekommen wir ja noch nicht einmal unser Leben zu zweit in den Griff.“
  • Wir haben Angst vor der Geburt. Diese Angst kann sehr weit zurück reichen und sogar von traumatischen Erlebnissen aus unseren Vorleben stammen.
  • Wir haben Angst um unsere Beziehung: „Mit Kindern existierst du als Paar nicht mehr.“ Ebenso bedeutsam ist es umgekehrt: Wir hoffen darauf, unsere Beziehungsprobleme durch ein Kind zu lösen und glauben, ein Kind könnte unsere Beziehung retten.

Nach möglichen „Bremsklötzen“ können wir selber, oder mithilfe von systemischer Aufstellung oder ThetaHealing forschen. Für unsere Fahndung spüren wir für einen festgelegten Zeitraum, bspw. 14 Tage, immer wieder bewusst in uns hinein, lassen alle Gefühle zu, verdrängen nichts und beobachten uns im Alltag aufmerksam. Wahrgenommene negative Gedanken und Ängste notieren wir schriftlich auf Papier. Punkt für Punkt arbeiten wir dann unsere Sammlung ab und fragen uns: „Habe ich das selbst so erlebt? Sind das wirklich meine eigenen negativen Erfahrungswerte?“ Wenn wir feststellen, dass wir Ängste oder Glaubenssätze von anderen übernommen haben und es gar nicht unsere eigenen sind, kann bereits durch das Aufschreiben und „Entlarven“ Heilung geschehen. Oft lassen sich sogar stichhaltige Beweise finden, um einen Glaubenssatz zu widerlegen.

Auf der körperlichen Ebene ist es wichtig, den eigenen Körper zu ehren und diesen nicht abzuwerten sofern es mit dem Kinderwunsch länger dauert. Unser Körper ist ein absolutes Wunderwerk! Um immer wieder eine schöne Körperverbindung aufzubauen kann Kinderwunsch Yoga wohltuend sein, durch harmonisierende Körperübungen, Atemübungen, Visualisierungen und Meditationen werden Stress und Angst reduziert und die Fruchtbarkeit auf natürliche Weise unterstützt.

Unsere seelische Balance können Kinderwunschrituale fördern. Ein sehr schönes Beispiel für so ein Ritual ist das „Auswerfen der Silberschnur“ (nach Birgit Zart) : Nimm dir ungestörte Zeit für dich (ohne Handy) und schaffe dir deine persönliche Wohlfühloase, bspw. mit Kerzen, ätherischen Ölen oder Kristallen. Leite dein Kinderwunschritual ein, indem du dein Lieblingsmantra rezitierst, dein Lieblingslied singst oder einfach deine Augen schließt und auf deinen Atem achtest, um voll und ganz im Hier und Jetzt anzukommen. Stelle dir nun vor, dass du in einer Hand eine schimmernde Silberschnur hältst. Konzentriere dich auf die Liebe in deinem Herzen, lasse diese immer größer und strahlend werden und denke dann intensiv voller Liebe an dein zukünftiges Kind. Werfe deine Silberschnur weit aus, ein Ende behältst du in deiner Hand. Irgendwo, für dich nicht sichtbar, landet deine Silberschnur. Beginne nun, deine Silberschnur langsam wieder aufzuwickeln: Ganz behutsam und vorsichtig, so dass du spüren kannst, wann sich die Schnur spannt! Denn wenn dieser magische Moment eintritt und sich deine Silberschnur gespannt hat, dann hast du eine tiefe innere Verbindung zwischen deiner Seele und der Seele deines künftigen Kindes hergestellt. Genieße diesen wertvollen Moment der tiefen Verbundenheit und lasse in diese kostbare Verbindung bedingungslose Liebe und grenzenloses Vertrauen fließen. Koste diesen Zustand so lange aus, wie du möchtest und schließe dein Ritual ganz entspannt und in deinem individuellen Tempo ab.

''Wenn das menschliche Herz im Einklang mit der Harmonie des Universums schlägt, dann wirken alle Dinge zu unserem Wohl und wahre Magie und Wunder werden möglich.''
- Vinzens, Mark David -

Welche Erfahrungswerte hast du mit dem Thema Kinderwunsch gemacht? Wir freuen uns wie immer riesig, wenn du in einem Kommentar deine Erfahrungen mit uns teilst und uns einen kleinen Tipp, Hinweis oder Mutmacher mit auf den Weg gibst.

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