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Spiritueller Lifestyle
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13.3.2022

Fünf Impulse, sich zu entschuldigen

Wie wir wieder zu uns und anderen finden, wenn die Pferde mit uns durchgegangen sind.
Phi mit Team

Ein Wort ergibt das andere, die Situation gerät ohne Vorwarnung aus dem Ruder: Wir haben ein Wort gesagt, das wir eigentlich niemals wählen würden. Einen Ton angeschlagen, den wir von uns selbst nicht kennen. Oder eine Nachricht getippt, die wir besser nicht abgeschickt hätten. Ist das, was wir lieber für uns behalten hätten, erstmal aus uns rausgeplatzt, gibt es keine Rewind-Taste. Selbst, wenn wir diese noch im selben Moment gerne gedrückt hätten – es ist passiert, wir haben unser Gegenüber verletzt. Wenn wir Wut empfinden, vielleicht als Antwort auf eine Verletzung, oder als Reaktion auf eine Enttäuschung, sind wir aufgefordert, tiefer zu blicken und danach zu suchen, wo unser Gefühlshaushalt aus der Balance geraten ist. Aber lasst uns nicht vergessen: neben der Einladung zur Selbstreflexion, dürfen wir weiterhin liebevoll mit uns sein, denn wir haben eine zutiefst menschliche Eigenschaft gezeigt.

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Sorry seems to be the hardest word oder: Lasst uns Wut in Mut verwandeln!

Während wir unsere Wunden lecken, uns in unser Schneckenhaus zurückziehen oder weiterhin das Feuer in uns lodern spüren, können wir uns vergegenwärtigen, dass wir selbst das Ruder in der Hand haben. Wir haben die Wahl, wie wir mit der Situation umgehen wollen: Bleiben wir verletzt, verletzen wir weiter oder transformieren wir den Zustand ins Positive?

Sich ganz offen einen Fehler einzugestehen und für ein falsches Wort oder eine missgünstige Aussage um Verzeihung zu bitten, erfordert Mut. Es ist nicht leicht, über den eigenen Schatten zu springen und offenen Herzens um Vergebung zu bitten. Viel einfacher ist es, sich für sein Verhalten zu rechtfertigen oder die Schuld von sich abzuwälzen. Ertappt? Vermutlich werden wir beim Lesen dieser Zeilen die ein oder andere Situation oder Verhaltensweise in uns wiederkennen. Und wir wissen: die Lösung liegt nicht darin, zurück, sondern nach vorne zu blicken. Haben wir das für uns erkannt und es geschafft, uns dafür zu vergeben? Dann dürfen wir uns auf die Schulter klopfen, die erste Hürde ist genommen. Stellen wir uns doch nur mal vor, wie wahnsinnig kraftvoll es wäre, mal richtig mutig zu sein und eine verfahrene Situation aktiv in die Heilung zu bringen - lasst uns also den Buchstaben auf den Kopf drehen und Wut in Mut verwandeln! Die folgenden fünf Impulse können dabei helfen, den notwendigen Schritt in Richtung Entschuldigung zu gehen.

Fünf Impulse, sich zu entschuldigen

Erstens: Dankbarkeit. Auch wenn dieser Schritt auf den ersten Blick seltsam anmutet - sich in Dankbarkeit zu üben, versetzt uns in eine konstruktive Stimmung. Wir dürfen uns fragen: Was hat mich die Streitsituation gelehrt? Vielleicht haben wir in den Stunden und Tagen nach der Verletzung vielmehr über uns und unser Umfeld reflektiert, als wir es sonst getan hätten. Setzen wir das wohlwollend und auf liebevolle Weise für uns um, ergibt sich eine einzigartige Chance auf Wachstum. Sich mit dieser Intention an die entsprechende Person zu wenden, ebnet uns den Weg in das Herz des Gegenübers. „Danke, dass du mich auf diese Schwachstelle hingewiesen hast“, ist ein wunderbar versöhnlicher Einstieg in ein klärendes Gespräch, das die Beziehung auf ein neues Level heben kann.

Zweitens: Das geschriebene Wort. Das Wort „Verzeihung“ will seinen Weg ganz und gar nicht über die Lippen finden? Vielleicht ist das Verfassen eines Briefes das richtige Mittel, verzeihliche Worte zu finden. Abseits alltäglicher Formen von (elektronischen) Mitteilungen als SMS, WhatsApp oder Mail, erwirkt ein handgeschriebener Brief tief gehende Aufmerksamkeit. Die Wahl einer schönen Karte oder Briefpapiers zeigen dem*der Empfänger, dass wir uns Gedanken über den richtigen Weg der Entschuldigung gemacht haben. Das Formulieren aufrichtiger Zeilen ist schon in sich wirkungsvoll und unsere Sätze erfahren alleine durch unsere Handschrift auf Papier ein besonderes Maß an Ernsthaftigkeit.

Drittens: Eine Geste sagt mehr als tausend Worte. So lange wir echt und authentisch bleiben, erfordert eine Entschuldigung keiner großen Reden. Wir können auch mittels entsprechender Gesten Wirkung erzielen und um Verzeihung bitten. Wir transportieren dadurch nonverbal, dass wir unseren Fehler eingesehen haben - wir können das, was wir gesagt oder getan haben, nicht ungeschehen machen, aber wir können unseren Freundschaften und Beziehungen neue Situationen schenken und diese dadurch mit neuer positiver Energie aufladen. Was bereitet meine*r Freund große Freude? Wo kann ich meiner*m Kollege unter die Arme greifen? Bestimmt fällt uns eine Möglichkeit ein, bei der wir kraft einer Geste unser Wohlwollen und unsere Intention unter Beweis stellen können.

Viertens: Die Energie eines Tages nutzen. Vielleicht wissen wir bereits, wie und mit welchen Worten wir um Vergebung bitten wollen. Doch fehlt uns der gewisse Aufhänger oder Ansatzpunkt. Hier kann das Nutzen kollektiver Energien besonders wertvoll sein. Planetarische Konstellationen laden Tage mit Qualitäten auf, die auch ein Vorhaben zur Entschuldigung begünstigen können. Aber auch ganz „irdische“ Anlässe können günstige Momente für unser Bestreben sein: Die Adventszeit und Weihnachtsfeiertage sind zum Beispiel in der christlich geprägten Gesellschaft Tage der Einkehr und verleihen unserem Umfeld Sanftmut und Empfänglichkeit für Entschuldigungen. Ein Geburtstag oder ein Tag, der für die Beziehung zu dem entsprechenden Menschen von Bedeutung ist, können unsere Entschuldigung außerdem mit besonderem Wert versehen und unser Bestreben, um Verzeihung zu bitten, untermauern.

Fünftens: Working your Mars! Mit dem Verständnis über die Wirkungsweise der Planeten in unserem Chart können wir noch tiefgreifender an uns arbeiten. Die Erkenntnis darüber, wie und warum wir so ticken, wie wir ticken, kann uns dabei helfen, Muster in uns besser zu verstehen - und sie zu positiver Auflösung zu führen! Wissen wir beispielsweise wo, also in welchem Tierkreiszeichen und an welcher Stelle - dem Haus - der Power-Planet Mars steht, hilft uns dies nicht nur besser zu verstehen, warum wir im Affekt gehandelt haben, sondern gibt uns auch Aufschluss darüber, auf welche Weise wir am besten Mut für eine Entschuldigung fassen können. Mars in den eloquenten Zwillingen wird für eine gesprochene Erklärung vermutlich weniger Mut zusammennehmen müssen, als eine Position im Zeichen des verschreckten Krebs‘ oder des Skorpions, der gerne erstmal zum Gegenangriff ausholt. Zu wissen, wie wir aus den Schattenaspekten in unsere volle Kraft kommen, kann auch für das Formulieren einer Entschuldigung von großer Bedeutung sein. (Hier gelangst du zu Phi's Angebot)

Eines steht fest: Mut wird immer belohnt, wir müssen uns nur trauen, ihn zu fassen und Verantwortung für unsereFehler zu übernehmen. Also los, lass uns Karmapunkte sammeln und unsere zwischenmenschlichenBeziehungen gleich heute ein Stückchen besser machen.

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