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Spiritueller Lifestyle
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29.12.2022

Die Steinbock-Energie im Human Design Mandala

Der erdige Steinbock erinnert uns an unsere tiefsten Wünsche und daran, welche Ziele und Strukturen wir benötigen, um sie zu erfüllen.
Phi mit Team

In der Adventszeit hat uns der feurige Schütze noch ermöglicht, unseren Horizont zu erweitern, groß zu träumen, durch unsere innere Welt zu reisen und dort eine Fülle an Möglichkeiten zu entdecken. Nach der Wintersonnenwende am 21. Dezember wandelt sich die Zeitqualität und die Sonne tritt in das Zeichen des erdigen Steinbocks ein. Ein Tierkreiszeichen, dem manchmal ein schlechter Ruf vorauseilt – zu ernst, egoistisch, erfolgsorientiert und materiell. Doch diese Eigenschaften bringen auch große Geschenke mit sich. Als Bewohner des 10. Hauses des Zodiacs sind den Steinböcken irdische Ziele, Karriere, Status und Erfolg wichtig. Ich bezeichne sie auch gerne als CEOs des Tierkreises. Ihre Ziele verfolgen sie meist mit großer Disziplin, Vernunft und viel Rückhalt. Sie sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und sind ebenso treue und verlässliche (Geschäfts-)Partner im Leben. Wenn sie sich vornehmen, einen Berg zu erklimmen, dann gibt es keinen Weg zurück. Dieser Ehrgeiz wird auch auf andere übertragen, indem sie uns zeigen, wie wir zu der höchsten und besten Version unserer Selbst werden können.

Mut und Ehrgeiz zum Jahreswechsel

Genau diese Qualitäten stellt uns die kosmische Energie nun kollektiv in der Zeit zwischen dem 22. Dezember und dem 20. Januar zur Verfügung.

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Sie können uns in der Zeit des Jahresausklangs, der Rauhnächte und der Magie des Neubeginns den nötigen Ehrgeiz schenken, um mutige Ziele zu setzen. Während der Steinbock-Zeit stehen im Human Design nun die Tore 10, 58, 38, 54, 61 und 60 im Fokus. Abgesehen von Tor 10, welches den Übergang vom Schützen und der Wintersonnenwende andeutet und im Selbst, unserem Center, für Identität und Richtung steht, finden wir alle anderen Tore in den sogenannten Druck-Centern des Charts – Wurzel und Krone. Die Wurzel steht für unseren körperlichen Antrieb, ins Tun zu kommen und ist mit unseren Nebennieren verbunden, um uns durch Cortisol und Adrenalin in die Umsetzung zu bringen. Die Krone ist der mentale Gegenspieler der Wurzel und bringt uns mental dazu, uns zu überlasten, alles ergründen zu wollen und eine gewisse Sicherheit über den Verstand zu bekommen.

Selbstliebe braucht Hingabe

Tritt die Sonne nun am 22.12. in den Steinbock ein und aktiviert hier (am 23.12 auch zusammen mit dem Neumond) Tor 10, so erinnert sie uns daran, unseren ganz eigenen Weg zu gehen, egal was andere davon halten. Wir werden aufgefordert, authentisch wir selbst zu sein und unser wahres Ich, unser wahres Verhalten zum Ausdruck zu bringen – ohne uns anzupassen. In diesem Tor ist der höchste Ausdruck der Selbstliebe nicht ein Schaumbad oder eine Massage, sondern einfach Du zu sein – unentschuldbar, unverhandelbar und unverfälscht. Selbstliebe braucht Hingabe. Den eigenen Weg zu gehen erfordert Disziplin und Rückhalt, denn manchmal ist es viel einfacher, sich anzupassen. Frage dich nun im Übergang zum Winter, was es wirklich bedeutet, du selbst zu sein. Und beobachte, wie dieses Commitment auch andere dazu inspiriert, zu sich zu stehen.

Ab dem 1. Weihnachtsfeiertag zieht die Sonne dann weiter in Tor 58 und kann hier einen Druck der Perfektion auslösen. Mit diesem Tor wird Energie freigesetzt, wenn man beobachtet, dass etwas nicht perfekt ist. Hier neigt man auch dazu, überkritisch zu sein. Oder den Kampf zu wählen, wenn in Beziehungen gewisse Erwartungen nicht erfüllt werden. Womöglich fühlst du diese Energie auch, wenn du auf deinem Weg zu mehr Selbstliebe nun Eigenschaften oder Attribute entdeckst, die nicht perfekt sind. Wir dürfen jetzt achtsam sein, dem Druck der Perfektion nicht nachzugeben und den inneren Kritiker im Zaum zu halten – ob gegen uns selbst oder unsere Liebsten. Wenn uns dies gelingt, erkennen wir auf einmal neue Möglichkeiten, wie wir diesen Sinn für Perfektion anderweitig einsetzen können, um durch unseren Beitrag die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Diese Mission schenkt uns Vitalität und Lebendigkeit, die unterdrückt wird, wenn wir unser eigener schlimmster Feind sind. Frage dich: Wo darfst du dich in Selbstannahme üben? Und in welchen gesellschaftlichen Bereichen möchtest du einen Beitrag leisten?

Wofür kämpfst du?

Pünktlich zum Jahreswechsel am 31. Dezember wird durch die Sonne in Tor 38 unser Kämpferinstinkt frei. Dies fordert uns energetisch heraus, unseren Lebenssinn zu finden und für diesen einzustehen. Haben wir mit der 58 einmal entdeckt, was nicht gut läuft und wo wir einen Beitrag leisten können, versuchen wir hier nun sinnvoll in den Kampf zu ziehen. Die Energie der 38 erinnert uns daran, dass es sich manchmal lohnt, Umwege zu nehmen. Mit dem Biss und Ehrgeiz des Steinbocks lassen wir uns hier von Hindernissen nicht mehr so leicht abhalten. Sobald die Sinnhaftigkeit aber fehlt, kann es sein, dass wir einfach nur um des Kampfes Willen in die Schlacht ziehen. Dabei hilft uns nun die Frage, in welchen Kampf wir wirklich Energie stecken möchten. Sobald wir auf unserem Weg sind und für die uns wichtigen Dinge einstehen, werden wir zu Krieger:innen des Lichts, die es braucht, um dieser Welt einen tieferen Sinn zu geben.

Von der Wurzel zur Krone

Den materiellen Ehrgeiz des Steinbocks finden wir in Tor 54 des Charts – auch hier bewegen wir uns weiterhin in der Wurzel-Energie. Nachdem wir nun unserem persönlichen Beitrag in dieser Welt auf die Spur gekommen sind, geht es jetzt darum, auch finanziell und materiell erfolgreich zu sein und somit eine Sicherheit für uns selbst und unser Umfeld zu bilden. Auch der Schatten der Gier wird meist mit dem Steinbock assoziiert und kann durch die aktuelle Zeitqualität getriggert werden. Entweder zeigt uns die Energie auf, wo wir aus egozentrischem Bestreben, aus Anerkennung oder Gier heraus Erfolg erreichen wollen, oder wir werden mit Lethargie konfrontiert. Auch dies ist ein Schatten der Steinbock-Energie, denn ein natürlicher Ehrgeiz, sich auf finanzieller, materieller, sozialer und spiritueller Ebene stetig weiterzuentwickeln, gehört zu diesem Tierkreiszeichen einfach dazu. Im höchsten Ausdruck werden wir daran erinnert, dass Geld, Status und Erfolg ein Teil der menschlichen Entwicklung sind und dass auch in der Materie ein spiritueller Ausdruck gefunden werden kann.

Ab dem 11. Januar zieht die Sonne in das Kronen-Center des Charts. Hier inspirieren uns nun die großen Fragen des Lebens dazu, uns auf die Suche nach der inneren Wahrheit zu machen. Auch, wenn der Steinbock meist mit beiden Füßen auf dem Boden steht, so hat die Energie dieses Tierkreiszeichens doch auch eine mystische Komponente. So zeigt uns das Symbol des Steinbocks ein Fabelwesen mit dem Oberkörper einer Ziege und dem Hinterteil eines Fisches auf. Der Fisch steht für Spiritualität, Mystik und die Verbindung zu anderen Sphären. So ist auch die Krone eine Energie, die mit dem Universellen verbunden ist. Mit Tor 61 kann es nun sein, dass wir damit beginnen, alles zu hinterfragen. Doch dieses individuelle, innere „Warum“ herauszufinden und daraus Inspiration zu schöpfen, kann uns wiederum Rückhalt auf unserem irdischen Weg schenken. Wir können vermutlich nicht alle Fragen mental zufriedenstellend beantworten und dürfen uns dennoch erlauben, mit dem Mysterium des Universums zu tanzen – mit beiden Füßen auf dem Boden und ja, manchmal auch mit dem Kopf in den Wolken. Haben wir unser Warum gefunden, so bringt uns Tor 60 dazu, alle bestehenden Limitierungen zu sprengen und bewusst loszulassen, was uns noch davon abhält, in unser wahres Potenzial zu kommen.

Das kann sich sowohl auf die engen Grenzen unserer Komfortzone beziehen, als auch auf kulturelle oder legislative Richtlinien – doch zuvor müssen wir sie erkennen. Unsere eigenen Limitierungen stammen meist aus der Vergangenheit und werden oft durch unser Umfeld geprägt. Unsere individuelle Energie ermöglicht uns, diese Grenzen zu überschreiten und auf eine höhere Ebene zu steigen, auf der wir fortan agieren können. Doch natürlich ist nicht jede Begrenzung negativ – im Gegenteil, oftmals bringen sie erst unsere Kreativität und wahre Magie hervor. Daher dürfen wir lernen, auch jene strukturellen Grenzen zu akzeptieren, die eben einfach auch ein Teil unseres Lebens sind – und uns darin zu entfalten.

Welche Limitierungen nimmst du wahr, wenn du dein Warum ausleben möchtest?
Neigst du dazu, in deiner Komfortzone zu verharren?
Wie kannst du diese Limitierung mit dem Ehrgeiz des Steinbocks hinter dir lassen?

Auf uns wartet auf jeden Fall eine Zeit voller Wachstum und Wandel. Es ist Zeit, Ideen und Träume in die Realität zu holen und mit der Unterstützung der Steinbock-Energie die dafür nötigen Strukturen zu schaffen. Und den Ehrgeiz zu entwickeln, unseren eigenen Weg zu gehen. Ich wünsche dir wundervolle Feiertage und einen guten Jahreswechsel.

Wie erlebst du diese Zeit des Wandels? Welche Impulse nimmst du dir aus dem Artikel mit? Verrate uns sehr gerne in den Kommentaren, welche inneren und äußeren Grenzen dir in diesen Tagen bewusst werden und wie du dir vornimmst, sie bewusst und auf gesunde Art und Weise zu überschreiten.

Alles Liebe, deine Stephie

PhiMa-Kolumnistin 
Stephanie Löber

Stephie ist Holistic Human Design Coach, Gründerin von All About Human Design
und Host des „Sternenstaub Stunden Podcasts“.

 

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