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Ganzheitliche Psychologie
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26.4.2023

Das Märchen von den Selbstzweifeln

Es war einmal eine junge Prinzessin namens Selbstwert. Selbstwert war schön, fröhlich und intelligent, aber sie hatte ein dunkles Geheimnis. Sie hatte eine fies flüsternde Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagte, sie sei nicht gut genug. Diese Stimme hieß „Selbstzweifel“ und war seit jeher der Feind von Selbstwert. Eines Tages beschloss sie, sich auf die Suche zu machen, um Selbstzweifel ein für alle Mal zu besiegen.
Elena

Es war einmal eine junge Prinzessin namens Selbstwert, die in einem fernen Königreich lebte. Selbstwert war schön, fröhlich und intelligent, aber sie hatte ein dunkles Geheimnis. Sie hatte eine fies flüsternde Stimme in ihrem Kopf, die ihr sagte, sie sei nicht gut genug. Diese Stimme hieß „Selbstzweifel“ und war seit jeher der Feind von Selbstwert.

Selbstzweifel sagte Selbstwert ständig, dass sie nicht hübsch genug, nicht klug genug und nicht mutig genug sei. Manchmal war die Stimme so laut, dass Selbstwert kaum etwas anderes hören konnte. Sie sehnte sich so sehr danach, sich aus den Fängen von Selbstzweifel zu befreien, aber sie wusste nicht, wie sie damit aufhören konnte.

Eines Tages beschloss sie, sich auf die Suche zu machen, um Selbstzweifel ein für alle Mal zu besiegen. Andernfalls würde Selbstzweifel sie irgendwann sehr krank werden lassen oder gar das schöne Leben kosten. Sie packte also ihre Koffer und machte sich auf die Reise, entschlossen, das magische Schwert zu finden, das ihren Feind Selbstzweifel mit all den Glaubenssätzen vernichten würde.

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Auf ihrer Reise durch den magischen und verwunschenen Wald begegnete sie vielen Wesen, die allesamt versuchten, sie zu entmutigen. Die Trolle sagten ihr z. B., sie sei zu schwach, um Selbstzweifel zu besiegen. Die Kobolde sagten ihr, sie sei nicht schlau genug. Sogar die Feen flüsterten ihr Zweifel ins Ohr. Diesmal, sie sei nicht schön genug und es damit nicht wert, geliebt zu werden.

Aber Selbstwert war wütend und entschlossen. Sie weigerte sich, auf die Widersacher zu hören, und blieb auf ihrem Weg in die Freiheit. Sie traf nette Menschen am Wegesrand, die sie ein Stück begleiteten und sie ermutigten, indem sie ihr von ihren eigenen Kämpfen mit negativen Selbstgesprächen oder inneren Feinden erzählten. Sie lernte, dass sie in diesem Kampf nicht allein war und jede:r mal mit Selbstzweifel in Berührung kam. 

Nach vielen Irrungen und Wirrungen fand sie schließlich das magische Schwert. Das Schwert leuchtete in einem klaren, hellen Licht, und Selbstwert wusste sofort, dass es die Wunderwaffe war, die sie brauchte, um Selbstzweifel und all die Wurzeln, die daran hingen, zu besiegen.

Mit dem Schwert in der Hand fühlte sich Selbstwert unbesiegbar. Sie setzte sich hin, beleuchtete das alte Band zu Selbstzweifel, das mittlerweile zu einer Kette geworden war, und durchtrennte es mit aller Kraft. Selbstzweifel bekam ab da kein Futter mehr und verschwand irgendwann gelangweilt, da es hier nun nichts mehr zu holen gab. 

Von diesem Tag an lebte Selbstwert unglaublich glücklich und zufrieden, frei von der negativen Stimme in ihrem Kopf. Sie hörte die Lügen von Selbstzweifel nicht mehr. Stattdessen konzentrierte sie sich auf ihre Stärken und ihre positiven Eigenschaften. Sie umgab sich mit Menschen, die sie aufmunterten und sie ermutigten, ihr bestes Selbst zu sein. Und wenn sie das mal vergaß, dann schaute sie in den Spiegel und sah sofort wieder, wer sie war. In Wahrheit. 

Wann immer sie jemandem begegnete, der mit Selbstzweifel zu kämpfen hatte, erzählte sie ihm/ihr die Geschichte ihrer Held:innenreise und bot ihm/ihr das magische Schwert an. Sie wusste, dass es nicht einfach war, Selbstzweifel zu besiegen, aber es war möglich. Und mit Bewusstsein, den richtigen Werkzeugen und der richtigen Unterstützung kann es jede:r schaffen. Und so lebte sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage.

Bist du es nach diesem Märchen auch leid, dich schlecht zu fühlen? Bereit, den Selbstwertkillern den Kampf anzusagen?

Hier kommen ein paar Wunderwaffen und versteckte kleine Selbstwertkiller, die dir in dem verwunschenen Wald-Wirrwarr der täglichen Gedanken begegnen können.

Der/die innere Kritiker:in

Ah, der/die innere Kritiker:in. Die Stimme in unserem Kopf, die uns gerne an all unsere Fehler und Unzulänglichkeiten erinnert. Aber was wäre, wenn wir dieser Stimme einen Sprachfehler oder einen witzigen Akzent geben würden? Oder sie uns als Zeichentrickfigur mit einer albernen Stimme vorstellen? Plötzlich wirken die negativen Selbstgespräche gar nicht mehr so einschüchternd. Außerdem könntest du sie mal fragen, was sie eigentlich möchte? Vielleich verrät sie dir, dass sie eigentlich eine liebevolle Absicht hat, diese aber etwas komisch kommuniziert oder umsetzt?

Die Social-Media-Falle

Dank der sozialen Medien werden wir ständig mit Bildern von Menschen bombardiert, die ihr bestes Leben leben. Wo alles immer wahnsinnig toll und super erscheint. Dunkle Stunden? Regen? Nicht in Sicht! Was wäre, wenn wir uns dieses „perfekte“ Leben einmal genauer ansehen würden? Seien wir ehrlich, das Leben von niemandem ist so perfekt, wie es auf Instagram scheint. Die Instagram-Bühne mit ihrem Scheinwerferlicht hat auch einen Backstage-Bereich und in diesem sieht es auch nicht immer so strahlend aus. Anstatt uns also mit diesen gefilterten und kuratierten Bildern zu vergleichen, neidisch zu werden oder gar eifersüchtig, sollten wir uns immer wieder daran erinnern: dass es hinter den Kulissen anders aussieht. Und wir Menschen alle in diesem Auf und Ab des Lebens sind.

Die grünäugigen Monster Eifersucht und Neid

Eifersucht und Neid können das Selbstwertgefühl in Sekunden auf 0 setzen. Anstatt uns im Vergleich schlecht zu fühlen, sollten wir diese Gefühle anerkennen, sie mit Liebe annehmen und auch mit Humor mal auf den Arm nehmen. Es ist mehr als genug für alle da! Und wenn du auf jemanden eifersüchtig oder neidisch bist, wie wäre es, es mal so zu sehen: „Wenn Person XY das hat, bedeutet das ja, dass ich es auch haben kann! Also ist es möglich! Toll!“ – Dazu kannst du diese Gefühle als Motivation nutzen, um das, was du auch haben möchtest, zu erreichen. Oder du fragst dich: Was triggert es in mir, was ich mir selbst nicht erlaube? Denke daran: Bewusstes Beleuchten mit der inneren Taschenlampe ist die beste Medizin für diese grünäugigen Monster!

Die Suche nach dem Heiligen Gral

Und dann kann man auch mal auf der Suche nach Freiheit und Glück in Richtung Perfektionismus abbiegen. Perfektionismus ist wie die Suche nach dem Heiligen Gral – es ist eine nicht enden wollende Jagd im Kreis, die nie zum Ziel führt und dich erschöpft und ziemlich entmutigt zurücklässt.

Warum also nicht die Unvollkommenheit annehmen? Vielleicht ist das ja genau die Perfektion, die das Leben für diesen Moment vorgesehen hat!? Also: Mache Fehler, biege vermeintlich falsch ab. Lerne aus ihnen und lache auf dem Weg dorthin auch mal über dich selbst.

Haters gonna hate

Wenn uns jemand kritisiert, kann das ganz schön wehtun. Sobald du dich mit deinem Selbstwert und dem Weg zu mehr Ich-Stärke verbindest, und damit auch unweigerlich mit deiner Authentizität, wird es immer Weggefährt:innen geben, die dir aufrichtig und ehrlich helfen. Und auch andere, die nicht in die gleiche Richtung schauen. Weil sie auf einem anderen Weg sind und die Welt durch eine andere Brille sehen. Solange du an dich glaubst und dir treu bleibst, begegnest du auch den richtigen Menschen, die dich unterstützen und dich lieben, genauso wie du bist. Dazu kommt: Wie sollen uns denn die richtigen Dinge finden, wenn wir uns nicht zu erkennen geben? Also sei bedingungslos du selbst!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Selbstwertkiller keine Chance haben, wenn wir ihnen mit Bewusstsein, Liebe und Verständnis entgegentreten. Indem wir die andere Seite dieser Herausforderungen entdecken, können wir unser Selbstwertgefühl befreien und ein glückliches, freies Leben im Königreich der Selbstliebe führen. Wo stehst du aktuell bei deiner Reise zu mehr Selbstwert? Hast du einen weiteren Tipp zu mehr Authentizität und Selbstbewusstsein? Wir sind superneugierig darauf, ihn zu erfahren, und freuen uns, von dir zu lesen.

Happy End.

Lots of Love and Light
Phi
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